Jahrestagung 2017
Jahrestagung 2016
Jahrestagung 2015
Geschichte
Aufruf
Das Lindenblatt
Gedichtsammlung
Impressum
Intern
 
Autorenregister
Stimmung und Gefühl
Liebe
Treue
Schwermut
Trauer
Dank
Traum
Zwiespalt
Krieg
Weltende

Natur
Kosmos
Landschaft
Wetter
Erden
Edelstein
Metall
Fossil
Wald
Tiere
Fabeltiere
Pflanzen
Blumen
Bäume
Pilze
Garten

Länder und Reisen
Deutschland
Nordsee
Ostsee
Rhein
Preußen
Thüringen
Süddeutschland
Frankreich
Griechenland
Italien
Übersee

Maximen
Dichter
Lebensweisheit
Polemik
Lehrgedicht
Farben
Symbole

Personen
Dichter
Staatmänner und Feldherren
Maler und Bildhauer
Musiker

Jahreslauf
Jahreswende
Frühling
Ostern und Pfingsten
Sommer
Erntedank
Herbst
Weihnachten
Winter

Lebenslauf
Kindheit
Initiation
Jugend
Familie
Alter
Tod

Mythos und Geschichte
Steinzeit
Alter Orient
Klassisches Altertum
Germanen und Kelten
Mittelalter
König Artus
Kreuzzüge
Ritterorden
Morgenland
Neuzeit
Astrologie
Naturgeister
Moderne
Indien
China
Japan
Amerika

Gesellschaft
 
Fritz Usinger

Eine Blume

Einmal zu blühen! Einfach eine Blume
Aufschlagen groß und weiß
Über dem dunklen Grund der Krume,
Mit einem Dufte leis –

Und niemand weiß, wer ihn geschaffen hat.
Aber ich habe ihn
Still so wie Stiel und Blatt
Und schenke ihn hin.

Nehmt! Nehmt! Ich zähle nicht
Die Gabe,
Die aus meinem Kelche bricht,
Glück, das ich zu tragen habe.

Denn wer sie mir zubereitet hat,
Kann ich euch nicht sagen.
Ja, ich trage sie an Herzens statt.
Warum soll ich fragen?

Wenig ist es! Eurem Auge nicht
Sichtbar. Doch es muß
Einmal ein unnennbar Angesicht
Mit genaht sein und mit einem Kuß.

Und nun quillt das himmlische Arom
Aus mir seit der Zeit:
Aus der Armut solch ein Strom
Von Unirdischkeit.

In den Gräserwald gebückt,
Unscheinbar,
Wachsend und verzückt
Daure ich mein Jahr –

Das ist alles: Nichts als aus der Krume
Steigen und bestehen in der Wesen Kreis.
Einmal zu blühen! Einfach eine Blume
Aufschlagen groß und weiß!