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Werner Helwig

Regenhymne

Regen, Kleid der Felsen, Vlies der Bäume,
Regen, Worfeltuch ohne Ende,
drauf die Tropfenkörner tanzen,
es horcht die Raupe deinem Fall,
flieht von den Wipfeln, schwärzt und stirbt, −
du hochreichendes Spinngeweb
zwischen mir und der Sonne,
Rauch des feuerlosen Gespensterbrandes,
Tropfenhürde, schräg in den Wind gelehnt,
aufgefädeltes Meer zwischen Himmel und Erde,
Regen, Gebirge aus schwarzer Nässe,
Speichelfluss der Elfen
Ahn des grauen Frostes,
Vater der Liebe und der Diebe,
rostendes Sieb, in der Hecke hängend,
Diadem über gebeugte Gräser hingebreitet,
Leimrute todmüder Vögel,
rauhgelber Staub im Erlensumpf,
Vorhang aus lauter Grenzen, Bad des Laubes,
ekler Dunst, den die Hunde bellen,
kettenkrank am feuchten Zaun, Regen, oh Regen,
du zwingender Erlöser
all der warmbunten Musik
in der Fluchthöhle meines Herzens,
komm und spiel mir auf.