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Wolf von Aichelburg

Der Tramp

Der Tramp streift ab den kalten Sand
Und rollt den Schafsack ein.
Der Mensch ist ihm hier nicht verwandt,
Die Straßen immer Stein.
Doch irgendwo im Herzensgrund
Ragt weiß wie Morgen Trapezunt.

Die Schiffe wanken schon am Pier,
Sirenen - doch es gilt nicht dir.
Du hast kein Geld zur Überfahrt.
Du hast zwei Kolben Mais erspart.
Ach, ging der heiße Tag zu Ende!
Das Dunkel bringt vielleicht die Wende.

Die Wagen sausen über Land.
Du bist verstaubt und braungebrannt.
Der Kamm will nicht mehr durch den Filz.
Er muß. Rasch, scheitle dich! Nun gilts!
Und lächle. Lächeln ladet ein,
Es mag im Magen grausig sein.

Du kannst von hier nicht mehr zurück.
Doch nimmt das Leben, Stück für Stück.
Du bist noch keine siebzehn Jahr.
Es findet sich. Und eins ist wahr:
Ein Mensch am Weg geht nicht zugrund,
Denn irgendwo glüht Trapezunt.